Aktualisierung, 25.3.2020 – Privatkunden

In dringenden Fällen (notwendige, nicht verschiebbare Entsorgungsanliegen) können sich Privatkunden unter der Telefonnummer 06145 9260 3530 (Wertstoffhof Wicker) und 06081 4425-0 (Wertstoffhof Brandholz) oder per Mail unter pr(at)deponiepark.de beraten lassen und einen Anliefertermin vereinbaren (bitte Namen, Wohnort, KFZ-Zeichen und Anliefertag angeben).

 

Zu den unaufschiebbaren Entsorgungsanliegen gehören beispielsweise ein bevorstehender Umzug und die zwingend notwendige Räumung der Wohnung oder des Hauses. Mieter, die keinen Keller zur Verfügung stehen haben oder Aussiedlerhöfe, die nicht an die kommunale Abfallentsorgung angebunden sind, haben ebenfalls die Möglichkeit ihre Abfälle nach telefonischer Absprache auf den Wertstoffhöfen zu entsorgen.

 

 

 

RMD schließt Wertstoffhöfe für Privatkunden

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat die Rhein-Main Deponie GmbH (RMD) beschlossen, ab Samstag, 21. März 2020, ihre Wertstoffhöfe in Wicker und Brandholz für Privatkunden zunächst auf unbestimmte Zeit zu schließen. Diese Vorsichtsmaßnahme dient zum Schutz der Kunden*innen und Mitarbeiter*innen und soll den Betrieb auf den immer noch sehr stark frequentierten Wertstoffhöfen einschränken. Registrierte Gewerbekunden sowie Kunden, die nachweislich ein Gewerbe betreiben, können unter Vorlage des Gewerbeanmeldungsscheins vorerst weiterhin ihre Abfälle anliefern. Damit möchte die RMD eine rudimentäre Entsorgungssicherheit gewährleisten.

 

Diese Regelung gilt ausnahmslos für Gewerbetreibende an den Wochentagen, samstags werden generell keine Abfälle mehr angenommen. Um das Risiko einer Corona-Infektion so gering als möglich zu halten, sind Kunden*innen und Mitarbeiter*innen angewiesen, Körperkontakt zu meiden und möglichst 1,5 Meter Abstand zu halten. Zudem wurde an der Wertstoff-Kasse bereits ein Plexiglas-Schutz angebracht.

 

Eine Ausnahmeregelung gibt es bei der Grünschnittannahme: An Samstagen (außerplanmäßig auch am Ostersamstag) dürfen sowohl private Anlieferer als auch gewerbliche Kunden ihren Grünschnitt auf den Wertstoffhöfen abgeben. Zu beachten ist, dass ausschließlich Grünschnitt angenommen wird. Um den Mindestabstand zu gewährleisten, werden maximal vier Kunden*innen zeitgleich auf das Gelände gelassen. „Die Grünschnittannahme ist der Jahreszeit geschuldet und auch notwendig um die Bioabfallentsorgung zu entlasten und wird ausnahmsweise auch am Ostersamstag in diesem Jahr möglich sein“, sagt Peter Wagner, RMD-Abteilungsleiter für Anlagen, Stoffstrom und Logistik.

 

Seitens der Rhein-Main Abfall GmbH (RMA) wurde die mobile Schadstoffsammlung bis zum 19.04.2020 eingestellt. Die Schadstoffsammelstellen auf den Wertstoffhöfen der RMD werden weiterhin an den festgelegten Sammelterminen (siehe RMD Homepage; Wertstoffhöfe; Öffnungszeiten; Termine SAK) betrieben. In reduziertem Umfang können sowohl Gewerbetreibende als auch private Haushalte somit dringend zu entsorgende Schadstoffe abgeben. Kunden, die eine Entsorgung ihrer Sonderabfälle aufschieben können, sind aufgerufen dies zu tun. 

 

Private- sowie gewerbliche Kunden, die sich nicht an die Vorgaben halten, werden direkt bei der Einfahrt auf das Deponiegelände  abgewiesen. „Diese drastischen Maßnahmen sind leider notwendig und dienen zu unser aller Wohl“, betont Wagner. In dringenden Fällen können sich Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende unter der Telefonnummer 06145 9260 3530 (Wertstoffhof Wicker) oder 06081 4425 11 (Wertstoffhof Brandholz) beraten lassen.

 

Wertstoffhof Wicker:

Montag – Freitag: zugänglich nur für Gewerbetreibende,
Öffnungszeiten: 7.30 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr

Samstag: ausschließlich Anlieferung von Grünschnitt, zugelassen für private Anlieferer sowie gewerbliche Kunden, Öffnungszeiten: 8 bis 13 Uhr

 

Wertstoffhof Brandholz:

Montag – Freitag: zugänglich nur für Gewerbetreibende,
Öffnungszeiten: 7.30 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr

Samstag: ausschließlich Anlieferung von Grünschnitt, zugelassen für private Anlieferer sowie gewerbliche Kunden, Öffnungszeiten: 8 bis 13 Uhr

 

 

 

Aktuelle Vorsichtsmaßnahmen zur Corona-Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Kunden*innen,

aus gegebenem Anlass haben wir alle Führungen sowie Veranstaltungen in der kommenden Zeit abgesagt.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir neue Termine kommunizieren.

 

Wir hoffen auf Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Ihr RMD-Team

 

 

 

2. Bürgerinformationsveranstaltung zur Erweiterung der Deponie Flörsheim-Wicker: Themen der Bürger standen im Fokus

Haben benachbarte Deponie-standorte freie Kapazitäten? Was passiert mit dem Abfall aus der Region, wenn das Deponievolumen ausgeschöpft ist? Wie lange dauert die Stilllegungsphase ohne eine Deponieerweiterung? Diese und eine Vielzahl anderer Fragen wurden bei der 2. Bürgerinformationsveranstaltung, zu der die Rhein-Main-Deponie GmbH (RMD) am 27. Februar 2020 in die Sport- und Kulturhalle Massenheim lud, beantwortet. Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu Wort kamen, gab es eine klare Redezeitbegrenzug für alle Anwesenden.  Zudem wurde ein 3D-Film präsentiert, der anhand eines virtuellen Modells, welches auf genauen Höhen- und Lagedaten basiert, die alte Deponie und die mögliche Deponieerweiterung zeigt.

 

Bei der zweiten Informationsveranstaltung standen die Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Madlen Overdick, Aufsichtsratsvorsitzende der RMD und Heino von Winning, Sprecher der RMD-Geschäftsführung, gingen in der Diskussionsrunde unter anderem auf die Staubbelastung, Nachtruhe und Verkehrsbelastung, Gesundheit sowie die mögliche Schließung der Deponie ein. Diskutiert wurde sowohl ob eine Erweiterung sinnvoll ist als auch wie diese aussehen könnte. Zu Wort kam auch die Leiterin des Gesundheitsamtes des Main-Taunus-Kreises, Dr. Pia Berkefeld. Sie äußerte sich zum Krebsvorkommen in Flörsheim am Main.

 

„Wir haben erkannt, dass der Informationsbedarf sowohl in der Bevölkerung als auch in der Kommunalpolitik nach wie vor sehr groß ist. Wir werden mit allen Beteiligten weiterhin intensiv im Gespräch bleiben. Außerdem muss bei der Frage nach den Deponiekapazitäten Klarheit geschaffen werden, um eine Entscheidungsgrundlage vorzubereiten, die alle Perspektiven berücksichtigt“, sagte Madlen Overdick.

 

Bei der Bürgerversammlung kam vielfach die Frage nach der Verunreinigung des Grundwassers auf. Heino von Winning machte deutlich, dass ein Bruch in der Tonschicht im südlichen Altdeponieabschnitt – im Bereich des Falkenberggrabens – prinzipiell eine Gefährdung der Verunreinigung durch Sickerwasser darstellt. Aus diesem Grund betreibt die RMD seit mehr als 20 Jahren eine Anlage zur Grundwasserreinigung. „Durch die ,Deponie auf Deponie‘ wäre die Gefahr der Grundwasserverunreinigung erheblich reduziert, da in dem Plangebiet eine neue für Sickerwasser undurchdringliche Schicht, gebaut würde“, sagte von Winning.

 

Das Deponievolumen der RMD am Standort Wicker ist in rund eineinhalb Jahren ausgeschöpft. Um weiterhin lokale Entsorgungssicherheit zu bieten, möchte die RMD einen Abschnitt auf dem bereits bestehenden Deponiegelände aufstocken. Die Erweiterung der Deponie „in die Höhe“ ist auf einer bereits vorhandenen, rund 18 Hektar großen Fläche geplant. Damit wären etwa 20 Prozent des Deponiegeländes betroffen. Eine endgültige Entscheidung bezüglich der Erweiterung der Deponie erfolgt jedoch erst im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens, das mehrere Jahre dauern wird.

 

Um dem großen Dialogbedarf gerecht zu werden, hat die RMD eine Begleitgruppe ins Leben gerufen. Ziel der Begleitgruppe, die aus politischen Akteuren, Bürgerinitiativen, Vereinen und Verbänden, aber auch nicht organisierter Bürgerschaft besteht, ist es, auf Vorbehalte, Vorschläge und Hinweise aller Beteiligten einzugehen und gemeinsam die Vorgehensweisen des Beteiligungsverfahrens im Einvernehmen festzulegen.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zudem bei öffentlichen Sonderführungen, zu denen die RMD einlädt, ein Bild von der Deponie machen. Bislang haben sieben Führungen mit rund 175 Teilnehmern stattgefunden. Aufgrund der großen Nachfrage bietet die RMD am 6. sowie 20. und 21. März 2020 drei weitere Sonderführungen an, bei denen auch das mögliche Erweiterungsfeld besichtigt wird. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher wird um Anmeldung unter der Telefonnummer 06145 9260-1110 oder per E-Mail unter pr(at)deponiepark.de gebeten.

 

 

Beate Ibiß wird neue Geschäftsführerin der RMD

Die Rhein-Main-Deponie (RMD) GmbH bekommt zum 20. April 2020 eine neue Geschäftsführung. Beate Ibiß wird dann die Nachfolge von Heino von Winning antreten, der im Juni 2018 für eine Übergangszeit den Posten eines Sprechers der Geschäftsführung übernommen hat. Dies beschloss der Aufsichtsrat der RMD am heutigen Dienstag, 18.2.2020. Geschäftsführer Dr. Matthias Bausback wird das Unternehmen zum 29. Februar 2020 verlassen. 

Die Aufsichtsratsvorsitzende Madlen Overdick, Kreisbeigeordnete im Main-Taunus-Kreis, lobte den Beschluss des Aufsichtsrats. „Beate Ibiß ist eine in der Branche erfahrene und überaus kompetente Führungskraftkraft. Wir sind froh, dass wir sie gefunden haben. Sie übernimmt die RMD in einer für die Abfallwirtschaft im Allgemeinen und das Unternehmen im Besonderen angespannten Zeit. Sie wird sich voll für das Unternehmen einsetzen und hat dabei auch das Vertrauen des Aufsichtsrats.“ Dem scheidenden Mitgeschäftsführer Bausback dankte Overdick für seine Arbeit.

 

Landrat Ulrich Krebs (Hochtaunuskreis) honorierte die Leistung und den Einsatz Heino von Winnings. Er habe in einer schwierigen Phase des Unternehmens große Verantwortung übernommen. Von Winning habe es schnell geschafft, so Krebs, das verloren gegangene Vertrauen der RMD-Mitarbeiter zu gewinnen. Auch die Kommunikation mit den zuständigen Behörden habe dank von Winnings Kompetenz und seines Verhandlungsgeschicks wieder eine gute Basis. „Heino von Winning hat wichtige Grundlagen geschaffen, auf der die RMD für die Zukunft aufbauen kann.“ Dafür bedankte sich Landrat Krebs herzlich bei Heino von Winning.

 

Die 56-jährige Beate Ibiß ist eine sehr erfahrene Geschäftsführerin, sie hat bereits rund 29 Jahre Erfahrung in der Entsorgungswirtschaft. Sie hat das Thema dabei in ganz unterschiedlichen Rollen bearbeitet. So war sie Amtsleiterin für Umwelt und in den Geschäftsführungen unterschiedlichster Gesellschaften großer Entsorgungskonzerne wie Alba, SITA oder Tönsmeier tätig. Zuletzt arbeitete Ibiß als kaufmännische Geschäftsführerin für die Ihlenberger Abfallentsorgung (IAG), eine der größten Deponien in Europa mit Deponieklasse III im Landkreis Nordwestmecklenburg. Restrukturierungen, Sanierungen und die Entwicklung von auf die Zukunft gerichteten Konzepten stehen im Zentrum ihrer beruflichen Vita. Die aus Sachsen-Anhalt stammende neue Geschäftsführerin der RMD gehört keiner Partei an.

 

Der im Juni 2018 vom Aufsichtsrat der RMD Gruppe bestellte Sprecher der Geschäftsführung, Heino von Winning, war von vorneherein als Interimsgeschäftsführer vorgesehen, nachdem die defizitäre Lage des Unternehmens zu Tage gekommen war.

 

Beate Ibiß wurde dem Aufsichtsrat von den Gesellschaftern vorgeschlagen. Ihre Berufung in die Geschäftsführung ist das Ergebnis eines Auswahlverfahrens unter zahlreichen Bewerbern.

 

 

 

Auslegung des Eigenkontrollberichtes 2018 für die Deponie Flörsheim-Wicker

Gemäß § 6 der Verordnung über die Eigenkontrolle von oberirdischen Deponien liegt der Eigenkontrollbericht für das Berichtsjahr 2018 für die Deponie Flörsheim-Wicker in der Zeit vom 01.06.2019 – 01.06.2020 an folgender Adresse zur Einsicht aus:
 
Rhein-Main Deponienachsorge GmbH
Betriebsgebäude
Rhein-Main-Deponiepark 1
65439 Flörsheim am Main
 
Die Einsichtnahme kann während der üblichen Öffnungszeiten erfolgen.

Weiterhin steht der Eigenkontrollbericht in diesem Zeitraum auch auf unserer Homepage zum Download für Sie bereit:
Eigenkontrollbericht Rhein-Main Deponiepark Wicker