RMD: Umweltgerechte Abfallentsorgung

 

Die Rhein-Main Deponie GmbH (RMD) ist eine zukunftsweisende Einrichtung für den ressourcenschonenden Umgang mit Abfällen. Stammsitz der RMD ist die Deponie Flörsheim-Wicker. Bei dem etwa 85 Hektar großen Areal handelt es sich um ein ehemaliges Kiesgrubengelände. Ca. 11,3 Millionen Kubikmeter Hausmüll, Klärschlamm, hausmüllähnlicher Gewerbeabfall sowie Schlacken und andere mineralische Abfälle sind dort bereits verfüllt worden.

 

Das Ziel der RMD ist es, für die Deponie geeignete Abfälle aus der Region zu erhalten und  aufzubereiten, das die Sanierung- und Endprofilierung vorangetrieben werden kann sowie  aufbereitete Abfälle in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen. Dank der Abfalltrennung der Bürgerinnen und Bürger sowie dem Gewerbe und der Industrie beginnen diese Prozesse lange bevor Abfälle und Wertstoffe unseren Deponiestandort erreichen.  

 

Seit 2005 steht die Sicherung, Sanierung, Stilllegung und Nachsorge der Deponien im Fokus der Aufgaben der RMD. Mehr als 100 Millionen Euro sind notwendig, um die noch weiter durchzuführenden Stilllegungsmaßnahmen und die noch viele Jahrzehnte andauernde Nachsorge der Deponien durchführen zu können.

 

Das Hauptziel der Nachsorge ist es, die Deponien über die Stilllegungs- und Nachsorgephase hinaus sicher abzuschließen, d.h. aus der Nachsorge entlassen zu können. Die Nachsorge für die Deponie Wicker soll nach derzeitigem Stand zum 31.12.2074 beendet sein. Für die Deponie Brandholz ist das derzeitige Nachsorgeende der 31.12.2069 und für die Deponie Offenbach 2056. Die Leistungen der Stilllegungs- und Nachsorgephase umfassen sämtliche Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen (Bau von Zwischenabdichtung, Oberflächenabdichtung und Rekultivierungsschichten, Grund-, Sicker- und Gasfassungssystemen, Grundwasserreinigungsanlage, Sickerwasserreinigungsanlagen sowie Gasverwertungseinrichtungen u.a.) sowie die Kontroll- und Überwachungsaufgaben (Monitoring des Grund-, Sicker- und Oberflächenwässer, Gasemissionen, Setzungsverhalten u.a.)   

 

In den Bioabfallvergärungsanlagen im Rhein-Main Deponiepark und im Deponiepark Brandholz werden die Bioabfälle zu Komposten und Gärresten verarbeitet und als Dünger / Humusdünger in die Landwirtschaft sowie den Garten- und Landschaftsbau vermarktet. Die entstehenden Biogase werden für die Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die Grünabfälle werden in den Biomassehöfen (Grävenwiesbach sowie in den Biomassehöfen der beauftragten Firma Kilb in Weilbach und Kelkheim) ebenfalls zu Komposten aufbereitet, die dann landwirtschaftlich und gartenbautechnisch verwertet werden können und entsprechend vermarktet werden.

 

Die Wertstoffhöfe der RMD an den Standorten Deponiepark Brandholz und Rhein-Main Deponiepark Flörsheim-Wicker stehen den Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden aus den Landkreisen und in Teilen auch aus der RMA-Region zur Verfügung. Sämtliche Abfälle und Wertstoffe, einschließlich Elektroaltgeräte Asbest- und KMF-Abfälle und Sonderabfallkleinmengen, können dort abgegeben werden. Die sortierten Abfälle werden dann einer möglichst hochwertigen Verwertung oder einer geordneten Beseitigung zugeführt.

 

Die RMD betreibt im Auftrag der beiden Gesellschafterkreise die Übergabestellen sowie die Zerlegebetriebe für Elektroaltgeräte. Die in den Städten und Gemeinden der Kreise und unseren Wertstoffhöfen eingesammelten Elektroaltgeräte werden in diesen Anlagen sortiert und in Teilen zerlegt. Die verschiedenen Fraktionen werden einer möglichst hochwertigen Verwertung zugeführt.

 

 

Die Services der RMD im Überblick

  • Betrieb des Rhein-Main Deponieparks in Wicker
  • Betrieb des Deponieparks in Brandholz
  • Betrieb von Wertstoffhöfen im Deponiepark Wicker und Brandholz
  • Betrieb der Biogasanlagen im Deponiepark Wicker und Brandholz
  • Betrieb der Grundwasser – und Sickerwasserreinigungsanlage
  • Betrieb der Photovoltaikanlagen
  • Betrieb der Biomassehöfe (durch die RMD selbst in Grävenwiesbach und durch die Fa. Kilb Entsorgung GmbH in Flörsheim-Weilbach und Kelkheim)
  • Altholzaufbereitung (durch die Fa. KKM Wertstoffsortierges. mbH)
  • Verwertung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten in Kooperation mit Partnern

 

Zusätzlich übernehmen wir im Auftrag von zahlreichen Kommunen die Umweltüberwachung (Indirekteinleiterkontrolle). Diese Aufgabe beinhaltet unter anderem Probennahmen, die Aufbereitung und Auswertung von Messdaten, das Erstellen von Berichten und Dokumentationen sowie Beratung. Auch im Bereich der Deponieeigenkontrolle kümmern wir uns um Probennahmen, die Erfassung und Auswertung von Messdaten und die Erstellung von Eigenkontrollberichten.

 

Im Rhein-Main-Gebiet betreuen wir die Abwassereigenkontrolle von zurzeit etwa 1.300 Betrieben und 18 Kläranlagen. Dafür sind  aktuell 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. 

  

Deponienachsorge im Überblick

 

  • Betreuung und Betrieb von fünf Deponien
  • Betrieb von zehn Gasmotoren mit einer Kapazität von insgesamt 8,4 MW
  • Betrieb von zwei Sickerwasserreinigungsanlagen mit einer Auslastung von 60.000 Kubikmetern
  • Betrieb einer Grundwasserreinigungsanlage in Wicker mit einer Auslastung von 40.000 Kubikmetern
  • Betrieb mehrerer Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 4 MWp
  • Entsorgungsfachbetrieb und Umweltmanagement nach DIN 14.001 ff.
  • Staatlich anerkannte Überwachungsstelle nach Eigenkontrollverordnung
  • Projektbetreuung und Projektsteuerung
  • Deponiepark Brandholz und Biomassehof Grävenwiesbach Zertifizierung nach EMAS
  • Sachverständigenstelle nach Indirekteinleiterverordnung (IndVO)