Deponiebau

Um zu verhindern, dass Wasser in den Deponiekörper eindringt und dabei mit Schadstoffen in Berührung kommt, dichtet die RMD alle Deponien aufwändig ab. Ziel ist es, mithilfe mehrerer Schichten eine undurchlässige Barriere zwischen Abfall und Umwelt zu errichten:  Während die Oberflächen-Abdichtung den Deponiekörper nach oben hin abdichtet sowie das Eindringen von Regenwasser und das Austreten von Deponiegas verhindert, schirmt eine Basis-Abdichtung den Abfall gegen das Grundwasser ab.

 

Um die Oberfläche der Deponie abzudichten, wird das Gelände zunächst mit Erdaushub und Bauresten in eine gleichmäßige Kuppenform (Endkubatur) gebracht, sodass Regenwasser leichter abläuft und sich keine Sammelstellen bilden können. Es folgen eine Ausgleichsschicht zur Fassung und Ableitung des entstehenden Deponiegases, eine mineralische Dichtung, eine Flächendrainage zur Oberflächenentwässerung sowie ein Filtervlies. Im Anschluss daran wird die aufwendige Struktur mit Rekultivierungsboden bedeckt, um Pflanzen eine gute Vegetationsgrundlage zu bieten und die Deponie so optimal in das Landschaftsbild zu integrieren.

 

Die Basis-Abdichtung indes bildet das Fundament der Deponie. Diese verfügt über ein sogenanntes Rigolensystem, das von oben eindringendes Sickerwasser auffängt und mit Hilfe von Pumpen der Reinigung zuführt. Geologische Gutachten aus den 1960er-Jahren haben gezeigt, dass die Deponie Flörsheim-Wicker an ihrer Basis natürlicherweise durch nahezu reinen Ton abgedichtet ist. Dies hat sich durch weitere geologische Erkundungen später nur vollständig bei der Fläche B bestätigt. Daher wurden in den 1990er Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen (Dichtwände, Dichtungsriegel, Dichtungsdämme, Abdichtungen, Absenkbrunnen im Abstrom) errichtet. So wurde der Grundwasserzustrom zum Deponiekörper durch die Sanierungsmaßnahmen unterbunden und das in den Abfangbrunnen gefasste Wasser einer Aufbereitungsanlage zur Behandlung zugeleitet.  

 

Da sich die verfüllte und abgedichtete/rekultivierte Deponie noch immer leicht setzt und absackt – mehrere Zentimeter pro Jahr sind nicht ungewöhnlich – finden regelmäßige Setzungsmessungen statt, um den Prozess zu überwachen.