Exkursion zum Deponiepark Brandholz: 50 Grundschulkinder entdecken Abfallwirtschaft hautnah (17.03.26)

Seit drei Jahren begleitet die Rhein-Main Abfall GmbH (RMA) Grundschulklassen über ein gesamtes Schuljahr hinweg, um kindgerecht Wissen zu den Themen Abfalltrennung, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz zu vermitteln. In diesem Schuljahr ist die RMA an der Jürgen-Schumann-Schule in Schmitten tätig.

Gemeinsam mit den Lehrkräften vor Ort werden im Unterricht aufeinander aufbauende Module beschult: Angefangen von der Frage „was ist Abfall“, über die richtige Mülltrennung bis hin zum Klimawandel. Ziel ist es, die „Kunden von morgen“ schon heute für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen und letztlich der Umwelt zu sensibilisieren.

Im Rahmen dieser schulischen Umweltbildung besuchte die RMA mit rund 50 Schülerinnen und Schülern am vergangenen Dienstag den Deponiepark Brandholz der Rhein-Main Deponie GmbH (RMD). Begleitet wurde die Gruppe von zwei Vertreterinnen des Hochtaunuskreises aus dem Bereich ‚Klimaschutz, nachhaltige Kreisentwicklung und Umweltbildung‘. Diese haben im vergangenen Jahr den Kontakt zwischen der Schule und der RMA hergestellt. Seitdem finden regelmäßige Austausche zum aktuellen Unterrichtsgeschehen und zum Ausrollen an weiteren Schulen im Hochtaunuskreis statt.

Ziel der Exkursion war es, den Kindern praxisnah zu zeigen, wie Abfalltrennung, Wiederverwertung und nachhaltige Entsorgung funktionieren – und die im Unterricht erlernte Theorie mit der Praxis zu verknüpfen. Die Kinder zeigten sich dabei sichtlich beeindruckt und stellten zahlreiche Fragen.

Zu Beginn erhielten die Kinder einen Einblick in die Geschichte der ehemaligen Deponie: Von 1973 bis 1999 wurden dort unbehandelte Siedlungsabfälle, Bauschutt, Erdaushub sowie Gewerbeabfälle abgelagert. Heute hat sich die Anlage zu einem modernen Wertstoffzentrum weiterentwickelt.

Im Anschluss folgte eine Führung über den Wertstoffhof. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler, warum die richtige Abfalltrennung bereits zu Hause entscheidend ist und welche Materialien recycelt werden können. Anschaulich wurde erklärt, wie Papier, Metalle, Sperrmüll, Kunststoffe und Elektroaltgeräte getrennt gesammelt und anschließend wiederverwertet werden.

Ein besonderes Highlight war neben der Beobachtung des Abladevorgangs eines Müllfahrzeugs die Besichtigung der Bioabfallvergärungsanlage. Dort erfuhren die Kinder, wie aus Bioabfällen Biogas entsteht, das zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird. Zudem entsteht aus den angelieferten Bioabfällen wertvoller Kompost – ein anschauliches Beispiel gelebter Kreislaufwirtschaft, bei dem organische Abfälle in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden.

Neben den positiven Aspekten bekamen die Schülerinnen und Schüler allerdings auch einen Eindruck, wie viel Störstoffe – Plastiktüten, vermeintlich kompostierbare Bioabfallbeutel aber auch Gurkengläser – fälschlicherweise im Bioabfall landen und mühevoll aussortiert werden müssen. „Wer macht denn so etwas“ kommentierte eine Schülerin sichtlich entsetzt. „Besonders wertvoll ist, dass die Kinder hier sehen, was mit ihrem Müll passiert. Da bleibt viel mehr hängen als nur Theorie“, so eine Lehrkraft.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem geschärften Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz kehrten die Schülerinnen und Schüler in ihren Schulalltag zurück. Die RMA zieht ein sehr positives Fazit und sieht sich in ihrem Engagement im Bereich Umweltbildung bestätigt. Bereits jetzt laufen gemeinsam mit dem Hochtaunuskreis die Planungen für den Start der Umweltbildung an einer weiteren Grundschule im kommenden Schuljahr.

Ein besonderer Dank gilt der Geschäftsführerin der RMD, Frau Ibiß, die mit ihrem Team die Exkursion vor Ort ermöglicht hat. Die RMA und die RMD haben aufgrund der Aufgabenstellungen seit jeher Schnittstellen. Die Exkursion hat jedoch noch einmal herausgestellt, wie vertrauensvoll und partnerschaftlich das gemeinsame Wirken ist.

Ebenso gilt der Dank dem Kampagnenbüro ‚Sauberhaftes Hessen‘. Hierbei handelt es sich um eine Initiative der Hessischen Landesregierung, die beim Hessischen Umweltministerium angesiedelt ist und die Exkursion finanziell unterstützt hat. Durch die Unterstützung für den Bustransfer wurde ein entscheidender Beitrag zur Durchführung der Exkursion geleistet.

Grundschüler bei Führung im Deponiepark Brandholz
Grundschüler bei Führung im Deponiepark Brandholz
Grundschüler bei Führung im Deponiepark Brandholz
Grundschüler bei Führung im Deponiepark Brandholz
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