Biotonne

Um Bioabfälle ökologisch sinnvoll verwerten und daraus hochwertiges Biogas oder  gütegesicherte Düngemittel herstellen zu können, ist die Qualität der eingesammelten Bioabfälle von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grunde gehören ausschließlich organische Küchen- und Gartenabfälle in die Biotonne, da nur sie in den Biogasanlagen Wicker und Brandholz natürlich abbaubar sind. Störstoffe hingegen müssen mit hohem technischem und finanziellem Aufwand aussortiert werden. Indem Sie Ihre Bioabfälle sortenrein trennen, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

 

Verwertung des Biomülls

Getrennt gesammelte Küchen- und Gartenabfälle aus der Biotonne werden stofflich und energetisch wiederverwertet. Dies erfolgt in der Biogasanlage des Deponieparks Flörsheim-Wicker im Main-Taunus-Kreis sowie ab Ende 2015 zusätzlich in der neuen Biogasanlage des Deponieparks Brandholz im Hochtaunuskreis.

Für das Einsammeln und den Transport der Bioabfälle ist die jeweilige Kommune zuständig. Hier geht es zu den einzelnen Städten und Gemeinden.

 

Vergärung von Bioabfällen schützt das Klima

Bioabfall enthält wertvolle organische Substanzen. In unseren modernen Biogasanlagen erzeugen wir daraus in einem mehrstufigen Vergärungsprozess energiereiches Biogas, das etwa zur Hälfte aus Methangas besteht. Dieses dient dazu, in den benachbarten Gasverwertungsanlagen Ökostrom und Wärme zu erzeugen, die fossile Energieträger wie Kohle und Erdgas ersetzen und dadurch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

Wertvolle Gärrückstände

Bei der Vergärung fallen wertvolle Gärrückstände an, die sich hervorragend als organischer Dünger und somit als Humuslieferant eignen. Dieser kommt vor allem in der regionalen Landwirtschaft und bei der Rekultivierung von Deponien zum Einsatz. Denn Gärreste tragen nicht nur dazu bei, den Boden gesund zu erhalten, sie versorgen Bodenorganismen und Pflanzen auch mit wichtigen Nährstoffen.

Die Gärrückstände der Biogasanlage Wicker unterliegen einer ständigen Güteüberwachung durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost. Im Fokus der Untersuchungen steht neben wertgebenden Eigenschaften auch die Einhaltung von Grenzwerten für optisch auffällige Fremdstoffe wie zum Beispiel Kunststoffe, Metalle oder Glas.

 

Es landen immer noch viel zu viele Lebensmittel im Müll. Dies belegt auch die Studie "Zu gut für die Tonne", die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Auftrag gegeben hat. 

Lebensmittel - zu gut für die Tonne! Internetseite des BMELV