Deponiebau

Um zu verhindern, dass Wasser in den Deponiekörper eindringt und dabei mit Schadstoffen in Berührung kommt, dichtet die RMN alle Deponien aufwändig ab. Ziel ist es, mithilfe mehrerer Schichten eine undurchlässige Barriere zwischen Abfall und Umwelt zu errichten:  Während die Oberflächen-Abdichtung den Deponiekörper nach oben hin abdichtet sowie das Eindringen von Regenwasser und das Austreten von Deponiegas verhindert, schirmt die Basis-Abdichtung den Abfall gegen das Grundwasser ab.

 

Verschiedene Abdichtungen

 

Um die Oberfläche der Deponie abzudichten, wird das Gelände zunächst mit Erdaushub und Bauresten in eine gleichmäßige Kuppenform (Endkubatur) gebracht, sodass Regenwasser leichter abläuft und sich keine Sammelstellen bilden können. Es folgen eine Ausgleichsschicht zur Fassung und Ableitung des entstehenden Deponiegases, eine mineralische Dichtung, Kunststoff-Dichtungsbahnen, ein Schutzvlies, eine Flächendrainage zur Oberflächenentwässerung sowie ein Filtervlies. Im Anschluss daran wird die aufwendige Struktur mit Rekultivierungsboden bedeckt, um Pflanzen eine gute Vegetationsgrundlage zu bieten und die Deponie so optimal in das Landschaftsbild zu integrieren.

 

Die Basis-Abdichtung indes bildet das Fundament der Deponie. Diese verfügt über ein sogenanntes Rigolensystem, das von oben eindringendes Sickerwasser auffängt und mit Hilfe von Pumpen der Reinigung zuführt. Geologische Gutachten aus den 1960er-Jahren haben gezeigt, dass die Deponie Flörsheim-Wicker an ihrer Basis natürlicherweise durch nahezu reinen Ton abgedichtet ist. Im Interesse maximaler Sicherheit und um das Grundwasser gegen austretendes Sickerwasser abzuschotten, wurde rund um das Gelände eine bis zu 40 Meter tiefe Dichtwand errichtet, die den Grundwasserstrom unbelastet um die Deponie herumführt.

 

Da sich die abgedichtete und rekultivierte Deponie noch immer leicht setzt und absackt – mehrere Zentimeter pro Jahr sind nicht ungewöhnlich – finden regelmäßige Setzungsmessungen statt, um den Prozess zu überwachen.